Wir haben den 15.12.2008, Sonntag, und ich habe vor lauter Frust mal wieder Plätzchen gebacken. (Was mach ich bloß wenn die Weihnachtszeit
vorbei ist?)
Ich liebe IHN, auf gewisse weise immer noch. Ich habe keine Lust zu lernen, auch wenn ich es eigentlich bitter nötig hätte. Zum Glück habe ich
noch eine Woche Praktikum, danach Weihnachtsferien und dann erst wieder Schule. (AHH dann kommen die Schulaufgaben)
Gestern: Christmas Party und Treffen mit M
Als ich aufwache habe ich keine Lust aufzustehen. Es gibt einen unterschied zwischen normalem Nicht aufstehen wollen und diesem hier. Ich bin
erschöpft. Arbeiten ist man als Schülerin nicht gewohnt, erst recht nicht im Weihnachtsgeschäft. Kaufen denn alle Leute dieser Welt zur Weihnachtszeit Bücher?
Nachdem ich mein Müsli mit Sojamilch und extra vielen Rosinen gegessen und meinen grünen Tee getrunken habe gelingt es mir erstaunlich gut für
so einen Tag, mich fertig zu machen. Meine Haare fallen in schönen Locken und mein Teint sieht frisch aus, der Lidstrich ist auch ziemlich gerade. Doch mit dem Schuhe anziehen um noch schnell
einen Schneespaziergang mit Gina einzulegen kommt die Lustlosigkeit und Erschöpfung wieder. Ich will nicht. Ich kann heute nicht, mein Rücken und Kopf tun mir weh, die Füße noch dazu. „Mami ich
will nicht.“ Jammere ich… Man soll es sich schließlich auch mal leicht machen – also melde ich mich krank.
Ich liebe Schneespaziergänge, genauso wie mein Hund, vor allem ohne kalte Füße, die in meinen neuen Boots stecken. Sms von M, wegen heute
Abend. Herrgott der meint das wirklich ernst? „Doch natürlich hab ich Zeit, der Auftritt ist nicht lange und ich mach heut krank“ abgeschickt. Ob wir uns wirklich treffen? Mach ich so etwas?
Wieso eigentlich nicht. Mal wieder ein Date zur Abwechslung mit einem Typen statt mit einem Buch schadet sicher nicht. Dass wir uns durch Internet kennen ist doch eigentlich Nebensache, oder?
Nein. Ich machs eh nicht.
„Mami, heute Abend haben wir einen Auftritt auf der Christmas Party und davor treff ich mich mim
M.“ „Mit welchem M denn jetzt, deinem Ex-Freund?“ „Nein, einem anderen, ich kenne ihn aus dem Internet." "Ach Mäuschen, so etwas hast du doch nicht nötig! Ich möchte das nicht! mir doch egal,
denke ich mir und sage es dann auch. Ich gehe wieder in die Küche und schaue mir weiter Twilight auf dem Laptop an. Hach. Edward sieht zu gut
aus. Meine Mutter kommt rein. „hat es irgend etwas zu bedeuten, dass der auch M heißt?“ Fragt sie mich. Was für eine Frage! Natürlich nicht..
Ich hatte so viel abgenommen, eigentlich bin ich froh darüber wieder mehr zu genommen zu haben, weil es alle anderen beruhigt. Aber eigentlich
fand ich mich zu dünn schöner. Welches Gefühl war besser? Vor kurzem galt bei mir noch der Spruch „nichts schmeckt so gut wie es sich anfühlt dünn zu sein.“ Aber ich bin der Schokolade wieder
verfallen, nachdem ich heute schon Nudeln und Schokolade gegessen habe ist es eh schon egal, werde ich halt wieder fett! (Ich war immer schlank,
nenne mich nur gerne Fett) Ich schalte den Film auf Pause, öffne den Kühlschrank nehme ein Stück Camembert und Milch heraus, stopfe mir den Käse rein und rühre die Milch mit Kakao und Zucker an,
koche sie auf, schütte eine gute Portion Zimt rein und setze mich wieder hin. Auf einmal fühle ich mich so unglücklich, in meinem Kopfkino tauch ER auf. Verdammt es könnte alles so schön sein. Ich vertrage eigentlich keine Milch, mir wird dann immer schlecht doch das ist mir jetzt egal, ich brauche das jetzt,
bilde ich mir ein. Nachdem ich das ganze Zeug ausgetrunken habe ist mir schlecht, wie ich es schon geahnt habe. Scheiße. Ich schalte auf Pause und gehe ins Bad. Will ich kotzen? Nein, eigentlich
nicht. (Oder doch?) Nachdem ich noch zwei mal wieder in die Küche und ins Bad gegangen bin entschließe ich mich dazu dass ich diesen Druck im Bauch und dieses grässliche Gefühl von Ekel und Völle
nur losbekomme in dem ich mich übergebe, und das tue ich dann.
Als ich mir den Mund mit Wasser ausspüle blicke ich in den Spiegel und sehe ich das blasse Gesicht eines 17-jährigen
Mädchens mit verschmierter Wimperntusche. Was ist nur aus mir geworden? Ich hatte kurze Zeit eine Essstörung und nun verhalte ich mich wieder bescheuert, noch dazu denke ich ernsthaft darüber
nach mich mit einem Typen aus dem Internet zu treffen. Hallo?
Ich schalte den Film wieder an und gleich wieder aus, schreibe dem M eine Sms dass es mir morgen doch lieber wäre. Ach komm schon, beginnt
seine Sms. Was tu ich nur? Nur für ne Stunde? Ich Antworte nicht. Dann schreibt er wieder. Nur eine Stunde. Määäh. Ich mag auch gar nicht mehr in die Stadt fahren, ich hab doch noch den Auftritt
heute! Außerdem tut man so etwas nicht, erst recht nicht wenn man so ist wie ich es bin. Oder? Und meine Mutter erlaubt es auch gar nicht. Normalerweise ist das zwar nicht äußerst relevant ob sie
es erlaubt oder nicht, aber, wieso nicht.
Ich schreibe ihm eine Sms. „Nein. Meine Mutter will das nicht, und eigentlich hat sie recht, Was macht es für einen Sinn sich zu treffen wenn
man so weit auseinander wohnt wie wir? Für eine Freundschaft ist das blöd, für eine Beziehung auch und naja eine andere Geschichte in der man sich nicht so oft sehen muss will ich
eigentlich nicht. Oder was meinst du, was erhoffst du dir denn von dem Treffen?“ Ok es wurde dann doch nicht eine, sondern eine drei-Sms lange Sms und zwar eine der Sorte die ich von mir Hasse.
Eine von denen, die ich wenn ich sie abgeschickt habe, am liebsten sofort wieder einziehen würde. Ich hatte mir doch einmal vorgenommen nie mehr etwas Peinliches zu schreiben dass ich danach
bereuen würde? Ok, vielleicht war es ja gar nicht so peinlich? Doch. Er antwortet dass ich einen Vogel habe und er sich nur mit mir treffen möchte. Verdammte scheiße! Pech. Ich antworte einfach
nicht mehr, wer bin ich denn?
Er fährt in die Stadt und ich kann es mir ja nochmal überlegen, weil eigentlich ist er ja schon wegen mir da. Und ja, er ist schon losgefahren
antwortet er auf meine Frage, ob er denn schon unterwegs sei. Dann kommt noch eine: „Ich meld mich dann 15 Min. vorher.“ Na toll. Er will sich doch mit mir in München treffen, oder? Weil gefragt
wo genau ich wohne hat er nämlich auch, und kennen tut er Germering auch. So ein Mist, immer mach ich so einen Scheiß.
Ich übe den Tanz für den abendlichen Auftritt, als ich die nächste Sms bekomme: Ich bin im Mc. Warte noch bis 15 nach.
Wir haben 16 Uhr, na toll. Ok. Überlegen. Was tu ich? Meine Mom ist nicht da. Ich antworte etwas doofes: Diese Welt hat viele Mäggis! Darauf
kommt die Antwort: Bei dem in deinem Ort, du Knalltüte! Schmunzelnd überlege ich fieberhaft was ich tun soll. Wobei mir eigentlich schon klar ist dass ich fahren werde. Es sind wirklich nur 3
Straßen bis zum Maggi und was kann ich schon verlieren? Einiges, schreit eine Stimme in mir, die ich gekonnt ignoriere. Ich klaue einen Pulli von meiner Mutter, weil mir meine gerade alle nicht
gefallen, lege Schmuck an, sprühe Parfum auf und schlüpfe in meine Boots. Mir doch egal wie ich jetzt aussehe, also eigentlich nicht, was solls. Sms: Wie viele Minuten noch? Ich will nicht
überrascht werden, ich komm erst mal raus.
Haha ich bin doch noch daheim, na gut, er weiß ja nicht wie nah ich wohne. Ich bin noch daheim, fahr gleich los, wohne nur 5 Minuten weg. Es
schneit als ich mit dem Fahrrad den Maggi Parkplatz erreiche. Er steht schon vor seinem Auto. (Wieso steht er da?) Ich hatte schon Angst, dass ich ihn gar nicht erkenne, aber wir erkennen und
sofort. „Grüß dich“, begrüße ich ihn und gebe ihm Bussi Links Rechts. „Das kann ja jetzt ganz schön schnell, wo wohnst du denn dann“ „Gleich da hinten!“ Logischer weise, sonst wäre es ja nicht so
schnell gegangen. „Dann stell mal dein Fahrrad ab und dann gehen wir rein.“ Ja gute Idee, „Bis gleich“ Er wartet vor dem Eingang, ich greife nach der Türe und er macht sie mir auf. „Willst du was
essen oder auch nen Kaffe“ frage ich ihn und bekomme die Antwort: „Ich hab schon gegessen, bin ja schon ein bisschen länger hier!“ Tja, denke ich mir, ist ja nicht meine Schuld, oder? Ich stelle
mich an der Café Bar an und öffne schon meine Tasche, da sagt er „ich Zahl das schon. Was willst du?“ Oh, sehr nett. Kurz ziehe ich in Erwägung zu sagen nein ich zahle selber, aber wieso? „einen
Cappuccino.“ „Groß, klein?“ „Mittel;-)“ Ich lächle ihn kurz an, und schaue ihn mir genauer an, er trägt Cucks, aber nicht die normalen sondern aus Leder. Oh mein Gott! Hoffentlich entdeckt er
meine Fingernägel nicht. Ich wollte sie mir ab lackieren, aber vor lauter hin und her überlegen, außerdem dachte ich ja eh nicht dass das hier heute was wird. Scheiße! Das gehört zum ersten
Eindruck, und der wirkt so ziemlich ungepflegt!
„Wie komme ich denn von hier in die Stadt?“ unterbricht er meine panischen Gedanken. Hm! Gute Frage. Scheiße, ich bin aufgeregt und weiß keine
Antwort. „ich bin 17!!“ Versuche ich scherzhaft zu kontern, „ich fahre noch nicht Auto“ Er schaut mich an. „Ja, aber das musst du doch wissen?“ „Ja, ich weiß es ja auch, ich überlege nur wie man
VON HIER nach München kommt.“ „von mir aus weiß ich es.“ Scheiße was für eine bescheuerte Aussage. „Ich weiß natürlich auch wie man von hier nach München kommt, nur in Moment nicht wie ich es
erklären soll. Es fällt mir gleich ein, ich sags dir dann später!“ Oh je, was denkt der nur von mir? Zum Glück sind unsere Getränke fertig. Er trinkt einen Latte. Er nimmt das Tablett und ich
gehe voraus. „Eigentlich kann ich so etwas gar nicht, höre ich ihn sagen, Tabletts tragen“ Hä, was kann man daran nicht können?! Hoffentlich fällts ihm nicht runter. „Ouh“ sage ich und „da hinten
ist ein Tisch. Als er da ist sagt er ja wenn es dir da nicht zu kalt ist. Ich muss lächeln, das ist ja echt süß von ihm. Ich will aber da sitzen. „Wieso? Wegen dem Fenster? Nein, ich glaube das
geht schon“ „ich saß da vorhin auch schon, und da wars kalt“ Ich muss noch mehr schmunzeln, er ist also ein süßer Typ der friert. Ich will da trotzdem sitzen. „Das geht schon“ Sage ich und setze
mich, auf den anderen Tischen stehen ja auch noch Tabletts. „ich bin dann umgezogen, nach da drüben“ Sagt er und zeigt in die andere Richtung.
Wir führen ein oberflächliches Gespräch über Handyverträge, Frei Sms, Clubs und Bars und Tanzen. Mir fällt auf dass er wunderschöne Blaue
Augen hat, ich traue mich aber nicht, ihm länger in die Augen zu sehen. Wieso nicht? Ich weiß es nicht.. Und dann haben wir auch schon 6 Uhr. Er erklärt mir dass er noch in die Stadt fährt
und was ich gesagt habe wann ich wieder daheim bin. Ich sage ihm um 6, aber dass das nicht so bedeutungsvoll ist, ich aber trotzdem heim muss dem nächst, weil ich mich ja noch für den Auftritt
fertig machen muss. So kommt es dass wir uns vor seinem Auto verabschieden, wieder mit Links Rechts Bussi und er noch fragt, ob wir uns nachdem er wieder da ist und ich getanzt habe noch einmal
sehen, vielleicht, sage ich und fahre los.
Er war nett. Und er sieht gut aus. Mit einem Grinsen im Gesicht fahre ich in der Kälte, die mir auf einmal gar nicht so kalt vor kommt nach
Hause. Ich mache mich fertig und schon haben wir den Auftritt, läuft gut, er ist zu kurz und ich vertanze mich aber, was solls?
Jetzt ist erst einmal Party angesagt. Mit einem Glühwein in der Hand schaue ich dem nächsten Auftritt zu und mache mich mit E und S
darüber lustig, dass das mit verbundenen Augen tanzende Mädchen sich wohl an ihren Titten orientiert, die sie alle 10 Sekunden anfasst. Es war sehr amüsant. Danach erzähle ich meiner längsten
besten Freundin alles von meinem Treffen mit M, und bin glücklich mal wieder Zeit mit meinen Freunden zu verbringen. .
Sms. Von? M2. Meinem Ex, ob ich ihm nicht mal antworten will. Nein, eigentlich nicht.
Plötzlich taucht ER unter den vielen Menschen vor mir auf. Er strahlt mich an, mit diesem Lächeln, das nicht nur seine Lippen betrifft sondern
auch seine Augen, sie strahlen mich an. Und ich schmelze, wie ein Schneemann in der Sonne. Ein leichtes Kribbeln breitet sich augenblicklich in meinem Bauch aus und ich stehe auf einmal nicht
mehr ganz so gut in meinen Boots. Er kommt auf mich zu gibt mir Bussi Links Rechts wobei ganz deutlich wird, dass sich unsere Backen immer mindestens 5 Sekunden länger berühren als eigentlich
nötig und er extrem nah bei mir ist. Scheiße, gefällt er mir noch gut, es ist so, als würde er mir nicht nur gut gefallen, sondern als würde ein Teil in mir ihn lieben, naja nicht lieben lieben
aber ich mag ihn eben gerne, und ich weiß, dass ein Teil in ihm mich genauso „liebt“ und verrückt nach mir ist. Wie er mich ansieht, seine Blicke, verbotene Blicke, die sagen ich begehre dich,
ich bewundere dich, ich weiß , du bist perfekt, zu perfekt für mich… so wie er es mir immer wieder beim Chatten schreibt. Stimmt doch gar nicht!
Da wir nach dem Bussi Links Rechts nicht wirklich auseinander gegangen sind und ich nicht will dass es jeder hört sage ich ihm „ich dachte du
magst keine Christkindlmärkte?“ mit einem gewissen Unterton ins Ohr. Er schaut mir in die Augen, wieder zu lange als eigentlich nötig und antwortet: „Ich schau nur kurz vorbei, wir gehen zum
Chinesen. ( Sofort spielt mein Kopfkino ein Bild ab, er, das Misststück, und Sven und Julia im Chinesen. HILFE das soll aufhören.) Außerdem wollte ich damit auch sagen, dass ich mit dir lieber
mit deinem Hund spazieren gehe oder eine DVD schaue, aber du hast recht, ich mag sie nicht.“ Was will er denn jetzt damit sagen? Wieso verwirrt er mich immer? „Hast du mich tanzen sehen?“ Frage
ich, obwohl ich genau weiß, dass es nicht so ist, ich möchte ihm nur sagen was er verpasst hat. „Nein“ Sagt er überrascht „wo? Hier? Wieso hast du mir nicht geschrieben?“ Hallo. Als würde ich ihm
schreiben hey ich hab heute nen Auftritt. TZ. Plötzlich fällt uns wieder ein dass wir nicht alleine sind. Ich begrüße R und er redet mit dem A. Das wars dann auch schon wieder. Ich muss natürlich
cool tun, und mit der Lena reden oder so, ihn bloß nicht glauben lassen dass er so wichtig ist. „Ein Jahr“ Schießt es mir durch den Kopf, noch ein Jahr musst du warten. so prophezeien es L und R,
dass er noch ein Jahr mit ihr zusammenbleibt, bis er checkt dass ich die richtige für ihn bin und sie, nun ja, eben nicht. Aber momentan ist sie ja so arm dran. Armes dummes Ding. Nein, sagt die
andere Stimme in mir, ich will ihn gar nicht mehr, er konnte sich entscheiden, er hat die falsche Entscheidung getroffen und jetzt Pech. Und eigentlich passen wir ja als Freunde viel besser
zusammen. Pustekuchen. Lüge. Aber was will ich machen? Ich weiß genau, dass das nicht stimmt. Und ich weiß auch genau, dass ich wenn kein anderer
kommt und mir den Kopf verdreht warten werde. Genaugenommen weiß ich das schon seid September, seid er mir die Sms geschrieben hat: „A superwoman needs a super man und der bin ich nun mal nicht,
es tut mir wirklich leid aber wir sind noch so jung und was nicht ist kann ja noch werden ich hab dich lieb“ Diese Zeilen werde ich nie vergessen, so oft laufen sie in meinem Kopf ab und so oft
interpretiere ich sie anders. Ich weiß genau, wie scheiße es ist, aber ich werde mich verändern. Ich werde kein „superwoman“ mehr sein, sondern ein kleines Mädchen, dass seine Hilfe braucht und
bei dem er sich groß fühlen kann, wie er es wohl bei dem Miststück kann. Eines Tages.. Eines Tages..
Und dann holt mich die Wirklichkeit des Abends wieder ein, er ist nicht mehr da und alles geht normal weiter.
Als ich beschließe heimzufahren, da ich doch keine Lust mehr habe noch in einen Club zu gehen und mich auf den Weg zu meinem Fahrrad
mache stehen M2 (mein Ex) und ein unbedeutendes Mädchen genau neben meinem Fahrrad. Ach du scheiße, sind die betrunken. Da ich nett sein will rede ich mit ihnen, aber nur eine
halbe Minute lang und sage dann dass ich sie nicht stören möchte ich und wünsche ihnen noch einen wunderschönen Abend. Innerlich mache ich einen riesigen roten Hacken hinter das Thema M2.
Abgehackt, habe ich zwar schon so oft, aber diesmal wird mir klar dass weder er noch ich mir verändert haben und dass es jetzt genauso nicht mehr gehen würde wie damals. Ok. Eigentlich haben wir
uns beide verändert aber trotzdem, ein Hauch von Eifersucht flammt in mir auf und nein, nein das ist völliger Schwachsinn, ich will ja auch mal was Neues erleben und nicht immer denselben haben.
Also nichts mit dem Treffen in den Ferien, immerhin habe ich jetzt einen triftigen Grund für mich selbst.
Ich freue mich auf mein Bett und mein Buch. Plötzlich bin ich
unglücklich, ich fahre einsam und alleine nach Hause und freu mich auf ein BUCH. Ziemlich deprimierend. Es muss sich etwas ändern! Selbst wenn das mit dem M und mir was wird, würde er nicht
immer da sein können, will ich so etwas? Das ist doch lächerlich… Alles zusammen lächerlich, ich kann meine Jugend doch nicht damit verschwenden auf bessere Zeiten zu warten! Da schießt mir die
nächste Frage in den Kopf, was will ich eigentlich mal werden?
______________________________________________________________________________
So sahen meine Gedanken im Dezember aus. Jetzt hat sich schon wieder eine Menge verändert, was genau alles, erfahrt ihr bald. Kiss, Scylla